Ihre Gewinnschwelle berechnen
Was ist die Gewinnschwelle?
Die Gewinnschwelle (Break-even-Punkt) ist das Absatzvolumen, ab dem das Unternehmen Gewinn macht. Darunter erzeugt jede verkaufte Einheit einen operativen Verlust; darüber trägt jede zusätzliche Einheit zum Gewinn bei.
Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen für jedes KMU, besonders in der Gründungs- oder Wachstumsphase, wenn Sie wissen müssen, welcher Mindestumsatz das Geschäft tragfähig macht.
VP = Verkaufspreis · VK = variable Kosten pro Einheit
DB% = (VP − VK) ÷ VP × 100
Die Differenz zwischen Verkaufspreis und variablen Kosten (VP − VK) heißt Deckungsbeitrag pro Einheit: der Betrag, den jede verkaufte Einheit zur Deckung der Fixkosten „beiträgt“. Erst wenn alle Fixkosten gedeckt sind, macht das Geschäft Gewinn.
Der Unterschied zwischen fixen und variablen Kosten
Diese Unterscheidung ist entscheidend, um die Gewinnschwelle richtig zu berechnen. Ein häufiger Fehler ist, variable Kosten zu den Fixkosten zu zählen. Das verzerrt das Ergebnis und kann zu falschen Preisentscheidungen führen.
| Art | Typische Beispiele | Ändern sie sich mit dem Umsatz? |
|---|---|---|
| Fixkosten | Miete, Grundgehälter, Versicherungen, Softwarelizenzen, Buchhaltung, Abschreibungen | Nein |
| Variable Kosten | Rohstoffe, Verpackung, Verkaufsprovisionen, Versand pro Bestellung | Ja, proportional zur Menge |
| Semivariable Kosten | Strom, Telekommunikation, flexible Arbeitskräfte | Teilweise |
Praxistipp: Schätzen Sie bei semivariablen Kosten den fixen Anteil (garantierte Mindestkosten) und rechnen Sie ihn zu den Fixkosten. Den variablen Anteil können Sie den variablen Kosten pro Einheit zuordnen.
Der Deckungsbeitrag erklärt
Der Deckungsbeitrag (DB%) ist eine der aussagekräftigsten Kennzahlen für Preis- und Wachstumsentscheidungen. Er zeigt, wie viel Prozent jedes Umsatz-Euros übrig bleibt, um die Fixkosten zu decken und Gewinn zu erzielen.
Beispiel: Liegt Ihr Verkaufspreis bei 100 € und die variablen Kosten bei 40 €, beträgt der DB pro Einheit 60 € und der DB% 60 %. Von je 100 € Umsatz bleiben also 60 € im Unternehmen, und nur 40 € „fließen ab“, um die Produktion zu decken.
Ein hoher DB% bedeutet, dass jeder zusätzliche Verkauf einen überproportionalen Einfluss auf den Gewinn hat. Geschäfte mit einem DB% über 60 % (Software, Dienstleistungen, Premiumprodukte) skalieren viel effizienter als solche mit einem DB% unter 30 % (Massenhandel, Distribution).
3 Wege, Ihre Gewinnschwelle zu senken
- 1Fixkosten senken
Jeder Euro weniger Fixkosten senkt die Gewinnschwelle direkt. Prüfen Sie Jahresverträge, verhandeln Sie die Miete in ruhigen Phasen, erwägen Sie nutzungsbasierte Modelle statt fester Lizenzen und lagern Sie aus, was nicht zum Kerngeschäft gehört, in variable Strukturen.
- 2Preise erhöhen und neu positionieren
Eine Preiserhöhung um 10 % bei gleicher Kostenstruktur kann die Gewinnschwelle um 15–25 % senken. Eine Premiumpositionierung rechtfertigt höhere Preise, und die Kunden, die bleiben, sind profitabler und treuer. Prüfen Sie, wo Sie im Vergleich zum Wettbewerb stehen.
- 3Die Marge bestehender Verkäufe verbessern
Prüfen Sie Ihre variablen Kosten: Verhandeln Sie mit Lieferanten über Mengen, streichen Sie margenschwache Artikel und konzentrieren Sie den Vertrieb auf die Produkte mit dem höchsten DB%. Gesunde Liquidität hilft Ihnen, bessere Einkaufskonditionen zu erzielen, und Factoring kann Liquidität freisetzen, um sofort zu zahlen und Skonto zu nutzen.
Häufige Fragen
Erreichen Sie die Gewinnschwelle schneller
Mit Factoring erhalten Sie den Wert Ihrer Rechnungen 1 bis 2 Werktage, nachdem der Finanzierer zugestimmt hat, statt 60 bis 90 Tage zu warten. Mehr verfügbare Liquidität bedeutet weniger Druck, die Gewinnschwelle zu erreichen.