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Working-Capital-Rechner

Berechnen Sie die kurzfristige Liquidität Ihres Unternehmens. Finden Sie heraus, ob Ihr Kapital reicht, um Ihre Verpflichtungen zu erfüllen, und vermeiden Sie Liquiditätsengpässe.

Ihr Working Capital berechnen

Working Capital
Umlaufvermögen − kurzfristige Verbindlichkeiten
Liquiditätsgrad
UV ÷ KV
Bewertung

Was ist Working Capital?

Working Capital (Betriebskapital, auch Nettoumlaufvermögen genannt) ist die Differenz zwischen dem Umlaufvermögen (was das Unternehmen in den nächsten 12 Monaten hat oder einnimmt) und den kurzfristigen Verbindlichkeiten (was das Unternehmen in den nächsten 12 Monaten zahlen muss).

Es ist das finanzielle „Polster“, das ein Unternehmen vor Liquiditätskrisen schützt. Positives Working Capital bedeutet, dass das Unternehmen seine kurzfristigen Verpflichtungen mit kurzfristigen Mitteln erfüllen kann, ohne Notfinanzierung.

FormelWorking Capital = Umlaufvermögen − kurzfristige Verbindlichkeiten

Liquiditätsgrad (Current Ratio) = Umlaufvermögen ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten

Der Liquiditätsgrad macht diesen Wert zwischen Unternehmen vergleichbar. Ein Wert von 1,5x bedeutet, dass das Unternehmen für jeden 1,00 € kurzfristiger Verbindlichkeiten 1,50 € Umlaufvermögen hat.

Die 3 Liquiditätskennzahlen, die Sie kennen sollten

Finanzanalysten nutzen drei zunehmend strengere Kennzahlen, um die Liquidität eines Unternehmens zu beurteilen:

KennzahlFormelGesunder RichtwertWas sie ausklammert
Current Ratio (Liquidität 3. Grades)UV ÷ KV≥ 1,5xNichts
Quick Ratio (Liquidität 2. Grades)(UV − Vorräte) ÷ KV≥ 1,0xVorräte (weniger liquide)
Cash Ratio (Liquidität 1. Grades)Liquide Mittel ÷ KV≥ 0,2xAlles außer liquiden Mitteln und Äquivalenten

Die Quick Ratio ist besonders nützlich für Unternehmen mit viel Lagerbestand: Vorräte brauchen Wochen oder Monate, bis sie zu Geld werden, und sollten nicht als sofort verfügbare Liquidität zählen.

Wann negatives Working Capital normal sein kann

Negatives Working Capital ist in der Regel ein Warnsignal, aber es gibt wichtige Ausnahmen. Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf Sofortzahlung beruht (Supermärkte, Onlinehandel, Restaurants), werden vom Kunden bezahlt, bevor sie den Lieferanten bezahlen.

In diesen Fällen enthalten die kurzfristigen Verbindlichkeiten noch nicht fällige Lieferantenschulden, aber das Unternehmen hat das Geld (von seinen Kunden) schon in der Kasse. Die Kennzahl wirkt schwach, der Geldkreislauf ist aber positiv.

Faustregel: Betrachten Sie das Working Capital zusammen mit dem Cash Conversion Cycle (CCC = DSO + DIO − DPO). Ein negativer CCC bedeutet, dass das Geschäftsmodell von selbst Liquidität erzeugt; in diesem Fall kann negatives Working Capital gesund sein.

Warnsignale in der Bilanz

Diese vier Muster in der Bilanz übersehen KMU oft, dabei zeigen sie ernste Liquiditätsprobleme an:

Liquiditätsgrad unter 1,0x

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten übersteigen das Umlaufvermögen. Das Unternehmen hat nicht genug Mittel, um seine kurzfristigen Verpflichtungen zu decken. Lösung: Factoring, um Rechnungen in wenigen Tagen in Geld zu verwandeln.

Sehr hoher DSO bei niedrigem DPO

Sie werden spät bezahlt, zahlen aber früh: das schlechteste Szenario für die Liquidität. Mit jedem Monat steigt der Bedarf an Working Capital. Optimieren Sie Ihren DSO mit Rechnungsvorfinanzierung.

Überhöhte Vorräte im Umlaufvermögen

Wenn der Großteil Ihres Umlaufvermögens ungenutzter Lagerbestand ist, ist Ihre tatsächliche Liquidität viel geringer, als die Kennzahl vermuten lässt. Überprüfen Sie Ihre Lagerpolitik und vergleichen Sie Current Ratio und Quick Ratio.

Langfristige Schulden, die kurzfristig fällig werden

Bankdarlehen, die in den nächsten 12 Monaten fällig werden, erhöhen die kurzfristigen Verbindlichkeiten drastisch. Verhandeln Sie die Konditionen neu oder refinanzieren Sie, bevor es eng wird.

Häufige Fragen

Was ist Working Capital?
Working Capital ist die Differenz zwischen Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Es misst die kurzfristige Liquidität eines Unternehmens. WC = Umlaufvermögen − kurzfristige Verbindlichkeiten. Positives Working Capital bedeutet, dass das Unternehmen genug Mittel hat, um seine kurzfristigen Verpflichtungen zu erfüllen.
Ist negatives Working Capital immer schlecht?
Nicht unbedingt. Unternehmen mit starker Verhandlungsmacht (großer Einzelhandel, Supermärkte) arbeiten oft mit negativem Working Capital, weil sie sofort bezahlt werden und selbst mit Zahlungsziel zahlen. Für die meisten portugiesischen KMU ist negatives Working Capital jedoch ein Signal für Liquiditätsrisiko, das beobachtet werden sollte.
Wie verbessert man das Working Capital?
Die wichtigsten Strategien: den DSO mit Factoring senken (schneller bezahlt werden), den DPO mit Confirming erhöhen (später zahlen) und den Lagerbestand effizient steuern. Mit Factoring werden Forderungen wenige Tage nach der Zustimmung des Finanzierers zu Geld, was das Umlaufvermögen direkt verbessert.

Verbessern Sie Ihr Working Capital mit Factoring

Verwandeln Sie Rechnungen 1 bis 2 Werktage nach der Zustimmung des Finanzierers in Geld. Factoring ist der direkteste Weg, das Working Capital zu verbessern, ohne auf klassische Bankkredite zurückzugreifen.